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PKV schließt Deckungslücken im Versicherungsschutz

Vielfach entstehen Lücken im Versicherungsschutz der GKV, die ebenfalls dazu führen, dass bestimmte Tarifergänzungen in der PKV vermehrt nachgefragt werden. Eine private Krankenzusatzversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist daher eine effiziente Möglichkeit, seinen eigenen Schutz entsprechend den persönlichen Ansprüchen auszuweiten. Dies gilt besonders für die Auslandsreise-Krankenversicherung sowohl bei Urlaubsreisen als auch bei berufsbedingten Auslandsaufenthalten. Ein solcher Schutz ist wichtig, denn es besteht kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV bei Erkrankungen außerhalb der Europäischen Union und in Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen. Selbst bei Erkrankungen in EU-Ländern und solchen, mit denen ein Abkommen besteht, sind größere Zuzahlungen nicht auszuschließen. Dies gilt ebenso für die Kosten eines Rücktransports oder eines Rettungsfluges in die Bundesrepublik.

Bestehenden Versicherungsschutz sinnvoll ergänzen

Neben der Ergänzungsmöglichkeit in der Pflegeversicherung als selbständiges Angebot in der PKV dürfte auch die Krankentagegeldversicherung als Lohnausfallsicherung auf eine vermehrte Nachfrage stoßen, denn das Krankengeld wird für alle Versicherten einheitlich nach den gesetzlichen Bestimmungen geregelt. Die Höhe des Krankentagegeldes wird dabei nach dem Bruttoverdienst des Versicherten berechnet. Gesetzlich Versicherte erhalten 70 Prozent des Bruttoverdienstes als Krankentagegeld ausgezahlt. Da der Gesetzgeber die Zahlungsdauer des Krankentagegeldes begrenzt hat, können Versicherte diese Leistung für maximal 72 Wochen der Arbeitsunfähigkeit beziehen. Wer länger als 72 Wochen arbeitsfähig ist, hat keinen Anspruch mehr. Ausnahme: Der Versicherte ist nach 72 Wochen wieder arbeitsfähig und erkrankt daraufhin erneut. In diesem Fall erhält er automatisch wieder  einen Anspruch auf Leistungsbezug. Die Gelder fließen aber auch hier erst wieder ab der siebenten Kalenderwoche.

Hier eröffnet sich für privat Versicherte die Möglichkeit, entsprechende Ergänzungstarife zur Aufstockung des Versicherungsschutzes anzuschließen. Die Vorteile sind enorm, denn ein Anspruch auf Krankentagegeld aus einer privaten Krankentagegeldversicherung besteht sogar bei Arbeitslosigkeit weiter. Anderslautende Regelungen in Versicherungsbedingungen sind unwirksam, weil sie Versicherte unangemessen benachteiligen (Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe, Az. IV ZR 219/06). Somit bleibt auch derjenige, der seinen Arbeitsplatz verliert und arbeitslos wird, in seiner Krankentagegeldversicherung. Und das gilt selbst für den Fall, dass der Versicherte längere Zeit – d.h. auch über Jahre – keinen neuen Arbeitsplatz findet. Die Versicherungsfähigkeit entfällt nämlich erst dann, wenn feststeht, dass der Versicherte keine neue Stelle annehmen will.

Zahnzusatzversicherung

Auch Ergänzungstarife für Zahnersatz werden von der PKV angeboten, da die GKV ihre Leistungen deutlich eingeschränkt hat. Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse haben zwar einen Anspruch auf eine medizinisch notwendige Versorgung mit Zahnersatz (bspw. Zahnkronen, Brücken, in medizinisch begründeten Fällen auch Implantate). Hierfür zahlt die gesetzliche Kasse allerdings nur einen Festzuschuss. D.h. vor Behandlungsbeginn stellt der Zahnarzt dem Versicherten einen Heil- und Kostenplan auf, der von der Krankenkasse geprüft und genehmigt werden muss. Die Krankenkasse bestimmt in diesem Zusammenhang die Kosten, die der Versicherte selbst zu tragen hat und übernimmt einen Festzuschuss, der sich nach dem jeweiligen Befund richtet.

Der Festzuschuss beträgt ca. 50 % der Kosten für den Zahnersatz. Wer sich um die Gesunderhaltung seiner Zähne bemüht und auf diese Weise für eine regelmäßige Zahnpflege sorgt, kann seinen Festzuschuss um weitere 20 % erhöhen. Dafür muss sich der Versicherte in den letzten fünf Jahren vor Behandlungsbeginn mindestens einmal jährlich zahnärztlich untersuchen lassen. Kinder zwischen 6 und 18 Jahren müssen die zahnärztliche Untersuchung in jedem Kalenderhalbjahr wahrgenommen haben. Außerdem gibt es noch eine Härtefallregelung. Diese tritt ein, wenn Versicherte wegen ihres geringen Einkommens den Eigenanteil nicht tragen können. In diesem Fall können dann 100 % der Kosten der Regelversorgung von der Krankenkasse übernommen werden.

Basistarif in der PKV entspricht Leistungsumfang in der GKV

Die Basistarife, die von den privaten Krankenversicherern als Alternative zum GKV-Versicherungsschutz den Versicherten angeboten werden, bieten all denen eine Versicherungsmöglichkeit, die nicht in der GKV versichert werden können. Hierunter fallen neben den Selbständigen auch diejenigen mit einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (Studenten, kinderreiche Familien etc.).

Aber Achtung: Vom Basistarif unterscheiden sich die echten PKV-Produkte insbesondere durch die vertragliche Garantie der Leistungen, denn in der PKV wird der Umfang des Versicherungsschutzes in einem Vertrag (Tarif) zwischen dem Versicherten und dem Versicherungsunternehmen genau festgelegt. In diesen Vertrag kann kein Dritter eingreifen, auch die Politik nicht. Deshalb sind die PKV-Versicherten von den vielfältigen Leistungsreduzierungen in den gesetzlichen Krankenkassen immer verschont geblieben. Anders der Basistarif. Er folgt immer den Vorgaben für die gesetzlichen Krankenkassen. Werden dort Leistungen gekürzt, dann gilt das auch für den Basistarif.

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Wichtiger Hinweis

Gesetzlich Versicherte haben zwar die Möglichkeit, bestimmte finanzielle Risiken zum Teil selbst tragen. Hierfür bieten die Versicherer so genannte Selbstbehalttarife an. Doch mit deren Wahl verpflichtet sich der Kunde, Krankheitskosten bis zu einer bestimmten Höhe selbst zu bezahlen. Im Gegenzug erhält er vom Versicherer eine vereinbarte Prämie – bis zu 600 Euro pro Jahr. Diese Wahltarife müssen nicht nur für mindestens drei Jahre abgeschlossen werden, sie sind zudem auch noch äußerst riskant. Vielfach wird auch noch versucht, Arzttermine vor sich her zu schieben, nur um die Prämie zu retten. Doch für all diejenigen, die wider Erwarten doch erkranken oder einen Unfall haben, für die werden solche Selbstbehalttarife richtig teuer. Im ungünstigsten Falle zahlt der Versicherungsnehmer dann drei Jahre lang mehr als dies bei seinem normalen Kassenbeitrag der Fall gewesen wäre.

Versicherungsnehmer sollten sich auch nicht von den vielen Angeboten der Versicherer blenden lassen. So erhält zum Beispiel ein Versicherter bei einer Kasse 100 Euro zurück, wenn er ein Jahr lang zu keinem Arzt geht, aber bis zu 150 Euro Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlt. Im besten Fall macht der Versicherte also ein Plus von 150 Euro, im schlechtesten ein Minus von 50 Euro. Andere Tarife mit bis zu 300 Euro Rückzahlung sind ebenfalls möglich. Die Selbstbeteiligung liegt in dem Fall allerdings bei 420 Euro.

Krankenzusatzversicherung an persönliche Bedürfnisse anpassen

Da heutzutage eine breite Palette an Zusatzpolicen angeboten wird, sollte jeder gesetzlich Versicherte vor Abschluss zunächst prüfen, in welchem Bereich eine private Krankenzusatzversicherung auch individuelle Vorteile bietet. In aller Regel aber ist mit jeder privaten Variante ein höherer Leistungsstandard geboten. Sollte eine Antragstellung günstig sein, sollte diese frühzeitig erfolgen, da gerade ältere Antragsteller aufgrund von Vorerkrankungen oftmals mit Leistungsausschlüssen oder/und höheren Beiträgen rechnen müssen.