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Die Private Krankenkasse

Gesundheitspolitisch waren die vergangenen Jahre äußerst bewegt, es gab viele zahlreiche Neuregelungen, sie sowohl gesetzlich als privat Versicherte betrafen. Auffallend: Immer wieder gab es Wettbewerb verzerrende Angebote von Zusatzversicherungen durch die gesetzliche Krankenversicherung. Für die meisten Privatversicherten, insbesondere für all diejenigen, die es werden wollten, brachten die Neuregelungen positive Auswirkungen mit sich. Dies betraf insbesondere die im Jahr 2007 eingeführte Drei-Jahres-Frist für Angestellte beim Wechsel von der GKV zur PKV, die in 2010 wieder abgeschafft wurde. Diese Änderung war ein wichtiges Ziel der PKV, Arbeitnehmer von dieser völlig unnötigen Wartefrist zu befreien.

Wechsel in die Private Krankenkasse erleichtert

Gleichzeitig setzt der Gesetzgeber mit der Rücknahme der Drei-Jahres-Frist einen wichtigen Impuls für die Wahlfreiheit der Versicherten und sorgt auf diese Weise für einen optimalen Systemwettbewerb zwischen PKV und GKV. Denn mit dieser Regelung ist für viele freiwillig gesetzlich Versicherte ein Wechsel in eine private Krankenversicherung nun deutlich schneller möglich. Vorteile genießen künftig aber auch alle Selbstständigen, die in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Für sie besteht nämlich grundsätzlich keine Pflichtversicherung mehr in der GKV. Für alle Angestellten hingegen gilt: Sie werden mit Ablauf jenen Jahres versicherungsfrei, in welchem ihr Gehalt die Jahresarbeits-Entgeltgrenze (2010 bei 49.950 Euro, 2011 Senkung auf 49.500 Euro) übersteigt und voraussichtlich auch im Folgejahr oberhalb dieser Grenzen liegt.

Vorteilhaft wirkt sich die neue Rechtslage aber auch auf alle regelmäßigen Gehaltsbestandteile aus. Denn neben dem Grundgehalt finden auch alle regelmäßigen Zahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und regelmäßig gezahlte Zulagen ihre Berücksichtigung. Lediglich Bonus- oder einmalige Sonderzahlungen werden nicht auf die Jahresarbeits-Entgeltgrenze angerechnet. Somit können Personen, die in 2010 die Versicherungspflichtgrenze überschritten haben, bereits zum 1. Januar 2011 in eine private Versicherung ihrer Wahl wechseln. Dagegen ist es nicht mehr erforderlich, dass ein Arbeitnehmer in dem Jahr, in welchem sein regelmäßiges Gehalt die Jahresarbeits-Entgeltgrenze übersteigt, auch tatsächlich ein Jahresgehalt in dieser Höhe erzielt hat. Vielmehr reicht es hier künftig aus, dass das Monatsgehalt des Angestellten hochgerechnet die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer erhält im Monat Dezember von seinem Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung. Ansonsten erzielt er ein regelmäßiges Einkommen. Um in den Genuss der PKV zu kommen, wird dieses Einkommen nunmehr mit 12 multipliziert, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld hinzugerechnet. Liegt dieses Ergebnis über der Pflichtversicherungsgrenze, ist ein Wechsel in die PKV möglich. In Zahlen ausgedrückt:

Regelmäßiges Monatsgehalt (Januar bis November) i.H.v. 3.750 Euro  
Jahresgehalt:   41.250 Euro
Monatliches Gehalt im Dezember nach Erhöhung: 4.175 Euro  
Künftiges regelmäßiges Jahresgehalt:   50.100 Euro

Der Arbeitnehmer hatte zwar in 2010 lediglich einen Verdienst i.H.v. 45.425 Euro (41.250 + 4.175) und lag somit unter der Jahresarbeits-Entgeltgrenze von 49.950 Euro. Dafür aber lag das regelmäßige Jahresarbeitsgehalt des Arbeitnehmers ab Dezember 2010 wiederum oberhalb der Jahresarbeits-Entgeltgrenze (4.175 x 12). Da der Arbeitnehmer dieses erhöhte Gehalt auch in 2011 beziehen wird, ist er bereits zum 1. Januar 2011 versicherungsfrei. Die Folge: Er kann nunmehr in eine private Krankenkasse seiner Wahl wechseln.

Ohne Wartefrist wechseln

Wer jetzt reagiert, sichert sich seine Krankenversicherung am günstigsten hier. Sie sind Student oder selbständig oder Sie verdienen über 4.179 Euro brutto pro Monat? Lag Ihr Bruttogehalt im Dezember über 4.125 Euro? Dann kann ohne Wartefrist in die Private Krankenversicherung gewechselt werden.

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