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Nicht immer ist ein lückenloser Anbieterwechsel möglich

Grundsätzlich können nur Angestellte, deren Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet, die gesetzliche Krankenversicherung verlassen. Diese Grenze liegt in 2011 bei 4.125,00 monatlich bzw. 49.500 Euro jährlich. Die Versicherungspflichtgrenze gibt dabei das Jahreseinkommen an, bis zu der eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung vorliegt. Selbständige, Freiberufler oder Beamte können sich hingegen unabhängig von dieser Versicherungspflichtgrenze privat versichern. Ausnahmen bilden nur selbständig tätige Künstler oder Publizisten. Für diese Berufsgruppen gilt die gesetzliche Krankenversicherungspflicht in der Künstlersozialkasse.

3-monatige Kündigungsfrist beachten

Wer seine private Krankenversicherung verlassen möchte, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln, muss in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ablauf des Kalender- bzw. Versicherungsjahres einhalten. In diesem Fall vollzieht der Versicherungsnehmer ein ordentliches Kündigungsrecht. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht hingegen für den Fall, dass der Versicherer Beitragserhöhungen ankündigt. In diesem Fall lässt sich ein Versicherungsvertrag trotz Vertragsbindung kündigen. Auch eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse als freiwillig Versicherter gestaltet sich nicht immer günstig, denn auch hierfür sind bestimmte Voraussetzungen nötig. Nicht mehr privat versichern können sich all diejenigen, die unterhalb die Versicherungspflichtgrenze fallen. Entsprechendes gilt auch für diejenigen, deren Status sich wechselt, also in der privaten Krankenkasse versicherte Selbständige, die nunmehr in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis wechseln.

Arbeitslose verbleiben in der PKV

Werden hingegen zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausgeübt, bspw. eine selbständige Tätigkeit und eine Teilzeittätigkeit, dann ist für die Wahl der richtigen Krankenversicherung diejenige Tätigkeit ausschlaggebend, in der die meisten Arbeitsstunden aufgewendet werden. Privat Versicherte, die arbeitslos werden, sind als Arbeitslosengeld II- oder Hartz-IV-Empfänger weiterhin privat versicherungspflichtig. Eine Möglichkeit, wieder in die GKV zurückzukehren, wäre eine Festanstellung (berufliche Hauptbeschäftigung), in der der Versicherte inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht über die Grenze von 49.950 Euro kommt. Diese Tätigkeit muss ein Jahr durchgehalten werden. Danach kann wieder eine freiberufliche Tätigkeit aufgenommen werden, bei der der Versicherte weiterhin in der GKV versichert bleibt.

Privat-versicherte Arbeitslose ab 55 Jahren können nicht mehr in die GKV wechseln

Wer hingegen seinen Job mit 55 Jahren verliert und auf Arbeitslosengeld II angewiesen ist, hat keinerlei Möglichkeiten mehr, in die gesetzliche Kasse zurück zu kehren. Er muss dauerhaft bis an sein Lebensende in der Privaten Krankenversicherung verbleiben. Eine Beitragsreduzierung ist hier nur für diejenigen möglich, die in den Basistarif wechseln. Bei Selbständigen genügt eine mehr als geringfügige Beschäftigung, bspw. ein 500 Euro-Job (Bruttoverdienst). Damit ist der Selbständige aber lediglich Arbeitslosen- und Renten versichert. Für die gesetzliche Krankenversicherung gelten nach § 5 Abs. 5 SGB V andere Regeln. Hier muss der Selbständige neben seinen Einkünften als Arbeitnehmer auch diejenigen angeben, die er als Selbständiger verdient. Gleiches gilt auch für den Zeitaufwand für die Selbständigkeit.

Wann wird eine selbständige Tätigkeit als Hauptberuf angesehen?

Eine selbständige Tätigkeit wird von daher immer dann als hauptberuflich angesehen, wenn diese sowohl von der wirtschaftlichen Bedeutung (Geldfaktor) als auch vom zeitlichen Aufwand (Zeitfaktor) her die übrigen Tätigkeiten (bspw. die Tätigkeit als Arbeitnehmer) deutlich übersteigt. In diesem Falle stellt die Selbständigkeit nämlich den alleinigen Mittelpunkt des Versicherten dar. Und somit kommt eine Rückkehr in die GKV nicht mehr in Frage.

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