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Beitragsaspekte „Krankentagegeld“

Personen, die einen schweren Unfall oder gar eine längere Krankheit erleiden, sind vielfach aufgrund der Geldeinbußen in ihrem Lebensstandard maßgeblich bedroht. Hier genießen Privatversicherte Schutz durch eine Krankentagegeldversicherung. Innerhalb dieses Tarifs vereinbart der Versicherungsnehmer ein individuell festgelegtes Tagegeld, Dieses wird im Falle eines Verdienstausfalles an den Versicherten ausgezahlt. Ein Schutz empfiehlt sich dabei insbesondere für alle Selbständigen, da dieser Personenkreis keine Lohnfortzahlungen in Anspruch nehmen kann. Beamte benötigen diesen Zusatzschutz nicht unbedingt, da dieser Personenkreis unbegrenzt Heilfürsorge im Krankheitsfall erhält.

Keine Mitversicherung von Familienmitgliedern möglich

Beachtet werden sollte bei diesem Tarif, dass sich hierin ausschließlich nur Einzelpersonen versichern lassen. Eine kostenfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern ist damit nicht möglich. Versicherbar sind Personen zwischen 16 und 65 Jahren, der ständige Wohnsitz muss dabei Deutschland sein. Die Bedingungen sind dabei für Selbständige, Freiberufler und Angestellte unterschiedlich. Arbeitnehmer haben erstmals nach Ablauf von 6 Wochen einen Anspruch auf ein Krankentagegeld, Selbständige oder Freiberufler hingegen können ein Tagegeld bereits ab dem ersten Tag ihres Dienstausfalls beantragen. Allerdings darf das Tagegeld nicht über dem aktuellen Einkommen liegen.

Staffelung der Karenzzeit sinnvoll

Die Karenzzeit – also der Zeitpunkt der Auszahlung – sollte dabei nach Möglichkeit gestaffelt erfolgen, denn je später eine Zahlung erfolgt, desto günstiger ist der Beitrag. Auf diese Weise können bspw. Ab dem 1. Monat 20 Euro, ab dem 2. Monat 30 Euro usw. täglich vereinbart werden. Der Vorteil des Krankentagegeldes liegt in seiner unbegrenzten Zahlung und endet erst mit Feststellung der Berufsunfähigkeit bzw. bei Beamten bei Dienstunfähigkeit. Kommt es zu wesentlichen Veränderungen beim Einkommen, kann das Krankentagegeld problemlos an die neuen Verhältnisse angepasst werden.

Die richtige Berechnung des Krankentagegeldes

Erfolgt die Berechnung des Tagegeldes bei Freiberuflern auf der Basis vom Umsatz, ist die Berechnung: Umsatz / 365 Tage = maximales Tagegeld pro Tag. Interessierte sollten hier allerdings bei ihrer Versicherung über den jeweiligen Umfang nachfragen, denn nicht jede Gesellschaft ist auch bereit, 100 Prozent des Umsatzes zu versichern. Handelt es sich stattdessen um Selbständige mit Gewerbeanmeldung, gilt es insbesondere, den Aspekt der Berechnungsgrundlage zu beachten, denn hier lautet die Formel entsprechend: (Gewinn – Steuer) * 0,75 /365 = max. Tagegeld pro Tag. Versicherbar bei diesem Personenkreis sind daher nur 75 Prozent. Wer in diesem Fall einmal keinen Gewinn erwirtschaftet, hat im Krankheitsfall auch keine Leistung zu erwarten!

Wer sich als Selbständiger optimal absichern will, sollte statt Krankentagegeld auf eine Betriebsunterbrechungsversicherung setzen. Der Vorteil liegt in der Tatsache, dass bei dieser Absicherung nicht der Gewinn, sondern ausschließlich der Deckungsbeitrag als Berechnungsbasis herangezogen wird. Daher lässt sich Betriebsunterbrechung formelmäßig wie folgt berechnen: (Fixkosten + Gewinn) / 365 Tage = max. Tagegeld pro Tag. In diesem Fall ist der Versicherer auch dann zur Leistung gezwungen, wenn kein Gewinn anfällt.

Arbeitnehmer, die sich für eine private Krankentagegeldversicherung entscheiden, genießen zuerst durch den Arbeitgeber 6 Wochen (42 Tage) Lohnfortzahlung. Daran anschließend übernimmt entweder die Krankenkasse oder die Krankentagegeldversicherung der PKV die Lohnfortzahlung. Auch hierzu gibt es eine entsprechende Berechnungsformel: (Netto + Rentenversicherungspauschale + Beitrag für PKV und Pflegeversicherung) / 30 Tage = max. Tagegeld pro Tag.

GKV-Versicherte erhalten als Verdienstausfall nach 6 Wochen 90 Prozent von ihrem Nettolohn bzw. 70 Prozent von ihrem Bruttolohn. Aber Achtung: Der kleinere Wert von beiden ist letztlich derjenige Zahlbetrag, der auch nur für maximal 78 Wochen geleistet wird. Zudem orientiert sich der Verdienstausfall an der jeweils jährlich neu festgelegten Beitragsbemessungsgrenze. Personen, die über dieser Grenze liegen, erhalten entsprechend einen geringeren Verdienstausfall (der tatsächliche Nettoverdienst liegt nämlich weitaus höher).

Insgesamt ist bei allen drei Personengruppen die Lohnfortzahlung zu Ende. In der GKV endet die Leistung endgültig nach 78 Wochen, in der PKV zwischen 6 bis 12 Monaten, in der Betriebsunterbrechungsversicherung nach 2 Jahren. Danach werden die Versicherten ausgesteuert, da die Vermutung der Berufsunfähigkeit nahe liegt.

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