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Die Beitragsaspekte in der PKV

Der durch den Versicherungsnehmer und den Versicherer festgelegte Beitrag ist zu Beginn eines jeden Monats zu entrichten. Dabei ist der erste Beitrag unverzüglich nach Aushändigung des Versicherungsscheins zu bezahlen. Die Beitragszahlung selbst endet für den Versicherungsnehmer an dem Tag, an dem er sein Versicherungsverhältnis beendet. Kommt es beim Erstbeitrag zu einem Zahlungsverzug, besteht bei Eintritt des Versicherungsfalles kein Versicherungsschutz. Gleiches gilt, wenn der Erstbeitrag nicht in voller Höhe durch den Versicherungsnehmer beglichen wird. Solange eine Zahlung nicht rechtzeitig oder betragsmäßig nicht erfolgt ist, hat der Versicherer jederzeit die Möglichkeit, von seinem vertraglichen Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

Für jeden Versicherer müssen Kostensteigerungen und Geldentwertung verkraftet werden. Hierzu hat die PKV ein Instrument geschaffen, mit dem entsprechende Änderungen in der Kalkulationsgrundlage vorgenommen werden können. Dies betrifft insbesondere alle neuen Tarife, sie besitzen in der Regel eine so genannte Beitragsanpassungsklausel. Auf Grund dieser Klausel steht dem Versicherer das Recht zu, Beitragserhöhungen vorzunehmen, wenn erhöhte Leistungsausgaben zu erwarten sind. Die Prämie darf durch den Versicherer daher nur für den Fall erhöht werden, dass es auf Grund bestimmter Rechnungsgrundlagen zu Kostensteigerungen kommt und für deren Kalkulation die Bildung von Altersrückstellungen verlangt wird. Gleiches gilt entsprechend, wenn die dauerhafte Erfüllbarkeit der Verträge nicht mehr gewährleistet ist.  Außerdem ist eine Anpassung möglich, wenn sich die Verhältnisse im Gesundheitswesen verändert haben. Handelt es sich um individuelle Prämienvereinbarungen, dann sind solche Erhöhungsmaßnahmen nicht zulässig.

Altersrückstellungen für stabile Beiträge im Alter

Erhebliche Bedeutung im Beitragsaspekt besitzen die Altersrückstellungen. Diese verzinslichen Kapitalansammlungen ergeben sich aus den im Krankenversicherungsbeitrag enthaltenen Sparanteilen. Diese Zuschläge sind notwendig, weil man für jeden Versicherten mit zunehmendem Alter auch ein zunehmendes Krankheitsrisiko mit einrechnen muss. Denn der Versicherungsschutz im Alter darf nicht durch nicht bezahlbar hohe Beiträge in Frage gestellt werden. Daher werden auch künftige Beitragssteigerungen in der PKV nicht zu vermeiden sein, weil gerade infolge der steigenden Lebenserwartung künftig mit wesentlich stärkeren Versichertenbeständen an älteren Personen zu rechnen ist. Damit ältere Personen auch hier noch die Möglichkeit einer privaten Versicherung genießen, bieten die Versicherer neben den Altersrückstellungen auch noch den Standardtarif für Rentner an.

Standardtarif erst ab 55 Jahren

Zu beachten ist beim Abschluss und bei der Wahl des Standardtarifs im Bereich private Krankenversicherung zunächst, dass dieser nur von bestimmten Personen genutzt werden kann. Das gilt für Personen ab dem 55. Lebensjahr, die bereits mindestens seit 10 Jahren in der PKV vollversichert sind und deren Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, sowie für Personen ab dem 65. Lebensjahr mit einer ebenfalls vorherigen Versicherungsdauer von mindestens 10 Jahren. Seine Leistungen sind bei allen Unternehmen der privaten Krankenversicherung gleich und entsprechen denen der gesetzlichen Kassen. Darüber hinaus können Ärzte frei gewählt werden. Der Versicherte bleibt Privatpatient beim Arzt. Der Beitrag für den Standardtarif darf nicht höher liegen als der durchschnittliche Höchstbeitrag der gesetzlichen Kassen. In der Regel liegt er darunter, besonders bei langer Mitgliedschaft.

Die Alterungsrückstellungen werden beim Wechsel in den Standardtarif voll angerechnet. Falls die Beiträge doch über die garantierte Grenze hinaus erhöht werden müssen, wird die Differenz von der gesamten Versichertengemeinschaft getragen. Der Standardtarif bietet zusätzliche Sicherheit im Alter. Für die allermeisten PKV-Versicherten bleiben die herkömmlichen PKV-Tarife auch im Alter der Versicherungsschutz der Wahl.

Selbstbeteiligung senkt Versicherungsbeitrag

Eine Beitragssenkung durch den Versicherten kann auch dadurch erfolgen, in dem er bereits bei Vertragsabschluss einen hohen Selbstbehalt vereinbart. Diese beitragssparenden Selbstbeteiligungstarife wurden sowohl im stationären und ambulanten als auch im Zahnkostenbereich entwickelt. Interessenten sollten sich bereits bei der Angebotseinholung nach den unterschiedlichen Selbstbeteiligungsangeboten erkundigen. Um die Höhe seiner Selbstbeteiligung richtig einschätzen zu können, sollte die Höhe der im letzten Jahr aufgewendeten Arzt- und Arzneimittelkosten ins Verhältnis zu den Selbstbeteiligungen gesetzt werden.

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