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Macht eine PKV für Kinder Sinn?

Kinder zahlen in der PKV eigenen Beitrag

Diese oder ähnliche Fragen werden sich viele Eltern stellen. Denn grundsätzlich muss gesagt werden: Durch die Möglichkeit, ein Kind in der gesetzlichen Krankenkasse familienzuversichern, wäre dieses dort kostengünstiger aufgehoben. Denn diese Möglichkeit ist kostenfrei, während bei der Versicherung des Nachwuchses bei dem privat versicherten Elternteil wiederum ein zusätzlicher Betrag anfällt. Andererseits muss aber auch erwähnt werden: Sollte das Einkommen eines Partners über der Versicherungspflichtgrenze von 4.125 Euro monatlich bzw. 49.500 Euro jährlich liegen, so ist die Mitgliedschaft des Kindes nicht nur in der privaten, sondern auch in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenpflichtig. Denn in diesem Falle erlischt ein Anspruch auf Familienversicherung in der GKV.

Leistungsspektrum für Kinder in der PKV umfangreicher

Im Gegensatz zur PKV sind die Leistungen in der GKV nach einem einheitlichen Leistungskatalog festgelegt und ist somit für alle gesetzlichen Kassen bindend. In den meisten Fällen erhalten Versicherte ihre Leistungen nur mit Basisversorgung und Zuzahlungen. Teurer Zahnersatz oder Brillen sind hierin nicht eingeschlossen. Gleichfalls muss aber beachtet werden, dass insbesondere der Leistungskatalog der Kinder in der PKV völlig andere und zusätzliche Leistungen beinhaltet. Damit ist nicht nur das Leistungsspektrum der Kinder – im Gegensatz zu Erwachsenen – wesentlich größer, für Kinder entfallen auch alle Zuzahlungen. Auch sind bestimmte Sonderleistungen wie Brille oder Zahnspangen etc. in den Versicherungsleistungen mit eingeschlossen. Gleiches gilt entsprechend für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen, auch sie sind immer im Leistungskatalog der GKV enthalten.

Kein Mutterschaftsgeld in der PKV

In der PKV hingegen gilt: Zwar werden auch hier die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen einer Schwangerschaft übernommen, dafür ist aber die Zeit des Mutterschutzes und die Elternzeit in aller Regel beitragspflichtig. Eine Ausnahme bieten einige Versicherer, die hierfür einen speziellen Tarif anbieten, so dass hierin eine neunmonatige Beitragsfreiheit festgelegt wird. Das heißt: Ab dem Zeitpunkt, in dem die Versicherte von ihrer Schwangerschaft erfährt, besteht für sie die Möglichkeit, in diesen Tarif umzusteigen. Wer auf Leistungen wie Mutterschaftsgeld hofft, sucht bei der PKV vergebens. Diese Leistungen sind hier nicht vorgesehen.

Private Zusatzversicherung als Ergänzung zur GKV

Für Eltern, denen die gesetzliche Kasse für ihre Kinder nicht ausreicht, können zusätzlich auf eine private Krankenhauszusatzversicherung zurückgreifen. Eine solche Zusatzversicherung macht allerdings bei einer beitragsfreien Mitversicherung wenig Sinn. Sinn macht hingegen eine zusätzliche private Krankenversicherung bei Reisen ins Ausland, sie ist für die Eltern ebenso wichtig wie für die Kinder.

In den meisten zumindest besser verdienenden Familien herrscht ein Mix von gesetzlich und privat. Hier bleibt der Hauptverdiener als privat Versicherter in seiner PKV, der andere Partner hingegen in der GKV. In diesem Fall müssen auch die Kinder privat oder freiwillig versichert werden. Befinden sich beide Partner in der GKV, können die Kinder gesetzlich beitragsfrei mitversichert werden.

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