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PKV für Freiberufler

Die Berufsgruppe der Freiberufler, zu der neben Anwälten und Notaren auch Ärzte, Journalisten und Künstler gehören, hat die Möglichkeit, sich entweder für eine gesetzliche oder für eine private Krankenversicherung zu entscheiden. Ein Abschluss erfolgt unabhängig von ihrem Einkommen. Besonders lohnenswert ist eine private Absicherung insbesondere für Freiberufler mit steigendem Bruttoeinkommen. Der Beitrag selbst berechnet sich ausschließlich aus dem Alter, dem Geschlecht sowie dem Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Neben einer Selbstbeteiligung zur Beitragsregulierung sollten Freiberufler auch stets eine Krankentagegeldversicherung mit einer ausgewogenen Höhe abschließen, um eventuelle Einkommenseinbußen in Folge von Krankheit zu überbrücken. Einige Versicherungsunternehmen bieten sogar Spezialtarife, die ausschließlich für Ärzte, Anwälte und Notare zugänglich sind. Wer hingegen als Künstler oder Publizist tätig ist, für den besteht Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse.

Was sind Freiberufler?

Als Freiberufler gelten damit in aller Regel all diejenigen beruflichen Tätigkeiten, die ein (wissenschaftliches) Studium voraussetzen, wo die Tätigkeit selbst auf Planung, Forschung, Beratung oder Behandlung ausgerichtet ist und wo die Tätigkeit an die Person selbst gebunden ist. Daher finden sich in der Aufzählung der Freiberufler Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Masseure, Hebammen, Sachverständige, Psychologen oder Psychotherapeuten mit Diplom, Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, beratende Volkswirte, beratende Betriebswirte, Buch- und Wirtschaftsprüfer, Ingenieure, Architekten, Lotsen, Handelschemiker, Journalisten, Dolmetscher und Bildjournalisten.

Freiberufler in der GKV

Andererseits haben Freiberufler auch die Möglichkeit, in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung einzusteigen, da sie nicht unter die Pflichtmitglieder fallen. Dabei sind die Leistungen in der freiwilligen Versicherung identisch mit denjenigen für Pflichtversicherte. Eine Ausnahme gibt es lediglich beim Krankengeld, hierauf haben freiwillig Versicherte nämlich keinen Anspruch. Wer hierauf Wert legt, kann diesen Tarif separat versichern lassen. Für freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt zudem der ermäßigte Beitragssatz, da das Krankengeld entfällt. Dieser Satz liegt seit dem 01.01.2011 bei 14,9 Prozent.

Die freiwillige Absicherung unterscheidet sich zudem in der Berechnung der Beiträge. Bei Arbeitnehmern erfolgt diese Beitragsberechnung aus dem beruflich erzielten Einkommen. Bei freiwillig Versicherten werden die Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt zu Grunde gelegt. Dadurch muss neben den Einnahmen aus der freiberuflichen Tätigkeit auch für Einnahmen aus Kapitalvermögen oder Vermietung oder Verpachtung Renten- und Krankenkassenbeiträge gezahlt werden. Dabei hat der Freiberufler seinen Krankenkassenbeitrag alleine zu tragen. Der Maximalbeitrag liegt aktuell bei 553,16 Euro im Monat (Stand 2011).

Freiberufler in der PKV

Wer sich als Freiberufler für die private Krankenversicherung entscheidet, kann sich mit einer sinnvollen Tarifkombination einen individuellen Zuschnitt sichern, die alleine auf den Bedarf bzw. die Leistungswünsche des freiberuflich Tätigen abgestimmt ist. So erhalten bspw. Berufsanfänger so genannte Einsteigertarife, die einen entsprechenden günstigen Beitrag vorweisen können. Der dann gegebene Versicherungsschutz kann dann im Laufe der Jahre nach und nach entsprechend aufgestockt werden.

Wer als Freiberufler die Alternative zur GKV sucht, muss entsprechende Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehört, dass die Person in den letzten fünf Jahren vor dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht mindestens 24 Monate bzw. unmittelbar vor dem Ausscheiden ununterbrochen mindestens 12 Monate in einer GKV versichert war. Nur die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV kann bis zu drei Monate nach Ausscheiden aus der Versicherungspflicht beantragt werden. Als Bindungsfrist von GKV zu GKV gelten 18 Monate, ein Wechsel von der GKV in die PKV kann hingegen ohne Frist vorgenommen werden. Künstler und Publizisten können sich von der Künstlersozialkasse befreien lassen, wenn sie nachweisen, dass eine Private Krankenversicherung abgeschlossen wurde. Freiberufler werden zudem im § 18 Abs. 1.1 EStG genannt und sind von der Gewerbesteuer – im Gegensatz zu den Selbständigen und Gewerbetreibenden – von der Gewerbesteuer befreit.

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Das Sparpotenzial einer privaten Krankenversicherung ist enorm und sollte durch einen PKV-Vergleich noch optimiert werden. Die meisten Angebote unterliegen hohen Schwankungen am Markt. Hier erleichtert ein entsprechender PKV-Vergleich die Entscheidungsfindung erheblich.

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