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Eigenanteile bei PKV und GKV stellen Vorsorgeaufwendungen dar

Privatversicherte können ihre Beiträge grundsätzlich von der Steuer absetzen. Versicherungsnehmer benötigen hierfür lediglich eine Beitragsbescheinigung. Zu beachten ist lediglich, dass diese Beiträge nicht zu 100 Prozent abzugsfähig sind, sondern lediglich die Basisaufwendungen sowie die von der Versicherung erhobenen Zusatzbeiträge. Viele Beiträge enthalten aber auch Bestandteile, die über den vom Gesetzgeber definierten Basisschutz hinausgehen. Diese können daher steuerlich keine Berücksichtigung finden. Die Abrechnung der Beiträge erfolgt bereits im Rahmen des Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber. Sofern also keine aktuelle Beitragsbescheinigung eingereicht wird, werden die dem Arbeitgeber bis 31.März 2011 mitgeteilten Beiträge für die private Kranken- und Pflegeversicherung des Jahres 2010 für den Lohnsteuerabzug auch für die Jahre 2011 bis 2013 berücksichtigt.

PKV-Beiträge für Unterhaltsberechtigte als Sonderausgaben deklarieren

Steuerliche Berücksichtigung finden auch all diejenigen Aufwendungen (Beiträge) für eine Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherung, die ein Steuerpflichtiger für eine ihm gegenüber unterhaltsberechtigte Person (Ehegatte, Kinder etc.) leistet. In diesem Zusammenhang gilt, dass der Steuerpflichtige alle tatsächlich aufgewandten Beiträge als Sonderausgaben ansetzen kann. Einen Höchstbetrag gibt es nicht mehr. Gleiches gilt übrigens für Beiträge, die ein Steuerpflichtiger als Versicherungsnehmer für die Absicherung seines eingetragenen Lebenspartners aufwendet.

Wahltarife und Zusatztarife nicht steuerlich absetzbar

Oftmals vereinbaren Steuerpflichtige als Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt. Fallen hierbei allerdings entsprechende Krankheitskosten an, für die der Versicherungsnehmer keinen Erstattungsanspruch hat, dann dürfen diese Aufwendungen nicht als Sonderausgaben, sondern lediglich als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuer angegeben werden. Erhält der Versicherte Krankengeld, wird der vom Steuerpflichtigen geleistete Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung um den für das Krankengeld aufgewendeten Beitragsanteil gekürzt. Nicht unter die steuerliche Absetzbarkeit fallen Beiträge für Wahltarife innerhalb der GKV sowie Beiträge für Zusatztarife in der PKV (bspw. Chefarzt, Einbettzimmer).

Steuerliche Unterschiede zwischen Basistarif und Basisabsicherung

Eine weitere Unterscheidung, die Versicherte vornehmen müssen, ist die des „Basistarifs“ und die der „Basisabsicherung“. Beides ist nach dem Einkommensteuerrecht völlig unterschiedlich zu handhaben. Da dieser Basistarif den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, darf dieser Beitrag auch entsprechend steuerlich geltend gemacht werden. Die Basisabsicherung stellt hingegen im Sinne des Einkommensteuerrechts keinen Tarif dar, sondern meint damit die Absicherung von Leistungen auf dem Niveau einer gesetzlichen Kasse. Diese Absicherung findet sich zudem in jedem anderen Tarif und muss nicht unbedingt im Basistarif enthalten sind. Auch diese Beitragsanteile, die zur Absicherung dieser Leistungen geltend gemacht werden, sind steuerlich abzugsfähig. Ein Abzug findet allerdings nur dann statt, wenn die Beitragsanteile durch den Versicherer entsprechend aufgeteilt werden.

Gleiches gilt für den Basistarif. Da dieser auch Beitragsanteile besitzt, die auf das Krankentagegeld entfallen, müssen diese Aufwendungen herausgerechnet werden. Enthält ein Tarif allerdings nur Leistungen auf dem Niveau der Basisabsicherung, ist eine Aufteilung nicht erforderlich. Lediglich Aufwendungen für die Finanzierung von Komfortleistungen sind prozentual zu ermitteln und entsprechend herauszurechnen. Aufwendungen, die insgesamt über die Basisabsicherung hinausgehen, sind weder tarifbezogen aufzuteilen noch insgesamt steuerlich absetzbar.

Automatische Übermittlung abzugsfähiger Beiträge

Seit 2011 müssen sich Versicherte auch nicht mehr um die Abgabe der steuerlich abzugsfähigen Beiträge kümmern. Dies gilt allerdings nur für den Fall, dass der Versicherte seine Steuer-Identifikationsnummer an seinen privaten Versicherer weiter geleitet hat. Ist dies der Fall, leitet das Versicherungsunternehmen automatisch die abzugsfähigen Beträge elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern weiter. In allen anderen Fällen erfahren die Finanzbehörden die Höhe der Versicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber des Steuerpflichtigen. Mitteilungspflichtig gegenüber den Finanzbehörden sind zudem die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit Hilfe der an das Finanzamt elektronisch übermittelten Lohnsteuerbescheinigung durch den Arbeitgeber werden dem zuständigen Wohnsitzfinanzamt die Beiträge mitgeteilt, die ein Arbeitnehmer an die gesetzliche Krankenversicherung geleistet hat. Dies gilt ebenso für alle freiwillig versicherten Arbeitnehmer, bei denen der Arbeitgeber entsprechende Beitragszahlungen abführt.

Handelt es sich um Rentenbezieher, wird der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung unmittelbar durch den Rentenversicherungsträger einbehalten und entsprechend abgeführt. Die hierbei anfallenden Daten werden entsprechend durch den Rentenversicherer an die Finanzverwaltung übermittelt. Durch die gegebene Möglichkeit des Steuerabzugs werden künftig nicht nur diejenigen Steuerpflichtigen entlastet, die hohe Beiträge in eine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung einzahle, Entlastung finden auch all diejenigen, die ihre Kinder gesondert versichern müssen.

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