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Stationäre Zusatzversicherungen

Insbesondere bei schwerwiegenden Erkrankungen wünschen sich viele Patienten, dass sie die bestmögliche Behandlung erhalten. Entsprechend empfehlenswert ist eine Konsultation des Haus- oder Facharztes, um gemeinsam mit ihm eine geeignete Klinik inklusive spezialisierten Medizinern auszuwählen. Einschränkend gilt allerdings: Über diese Option verfügen gesetzlich Krankenversicherten in der Regel kaum. Meist tragen die gesetzlichen Krankenkassen lediglich die OP- bzw. Therapiekosten im nächstgelegenen Krankenhaus. Der Leistungskatalog der Standard-Krankenversicherung sieht auch nur eine Unterbringung im Mehrbettzimmer sowie die übliche Betreuung durch den Stationsarzt vor. Gänzlich verwehrt bleiben Kassenpatienten ihre Wünsche nach individueller Behandlung aber nicht – dafür sorgen sogenannte stationäre Zusatzversicherungen. Jene übernehmen potentiell entstehende Mehrkosten im Rahmen der freien Klinikwahl sowie für das Ein- oder Zweibettzimmer. Je nach Tarif bietet die Versicherung zusätzlich eine Chefarztbehandlung. Stehen verschiedene Versorgungsleistungen nicht zur Verfügung (bspw. das Einbettzimmer) gewähren manche Versicherungen als Ersatz ein Krankenhaustagegeld.

Positiver Trend: Entwicklung der stationären Zusatzversicherungen (in Millionen Policen)

Anzahl der stationären Zusatzversicherungen

Quelle: PKV

Leistungsübersicht der stationären Krankenhauszusatzversicherung

Die Leistungen der stationären Zusatzversicherung beinhalten in erster Linie folgende Punkte:

  • Freie Krankenhauswahl (auch für gemischte Heilanstalten)
  • Chefarztbehandlung
  • Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • Ersatzkrankenhaustagegeld
  • Zusätzliche Leistungen wie Mitaufnahme einer Begleitperson (Rooming-In, speziell für Kinder empfohlen)

Darüber hinaus bieten einige Krankenhauszusatzversicherungen weitere Leistungen, z. B.

  • Kostenerstattung von vor- und nachstationären Behandlungen
  • Ambulante Abschlussuntersuchungen
  • 100% Kostenerstattung ambulanter Operationen (bspw. bei minimalinvasiven Eingriffen)
  • Fahrtkosten bei ambulanten Operationen
  • Leistungen über den Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hinaus

Mit der stationären Krankenhauszusatzversicherung sichern sich Kassenpatienten bei Krankenhausaufenthalten den Leistungskomfort von Privatpatienten. Welche Leistungen das individuelle Versicherungspaket aber schließlich enthalten soll, muss der Versicherungsnehmer anhand der persönlichen Präferenzen entscheiden. Experten raten dazu, dass die Versicherungsverträge hinsichtlich der Chefarztbehandlung mindestens den 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erstatten oder in bestimmten Fällen (bei medizinischer Notwendigkeit) die Chefarztbehandlung über dem Höchstsatz vergütet.

Früher abschließen, weniger zahlen

Prinzipiell sind die Verträge dauerhaft angelegt, d. h. der Versicherer kann die Beiträge selbst dann nicht erhöhen, wenn sich der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers zu Ungunsten der Versicherung entwickelt. Wichtig ist, dass jüngere Versicherte in der Regel günstigere Beitragsangebote erhalten als ältere Antragsteller. Dementsprechend lohnt sich der frühzeitige Abschluss hinsichtlich der Beitragshöhe.

Unser Tipp: Vermeiden Sie Risikotarife die mit steigendem Alter automatisch höhere Beiträge ansetzen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass die gewählte stationäre Zusatzversicherung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einen Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht enthält (ähnlich der privaten Krankenvollversicherung).

Wie die passende Krankenzusatzversicherungen finden?

Wenn Sie wissen wollen, was eine Krankenzusatzversicherung für bestimmte Leistungen in Ihrem Fall kostet und welche Art der Zusatzversicherung am sinnvollsten ist, können Sie nachfolgend ein kostenloses und unverbindliches Angebot stellen. Die Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG: