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Krankentagegeld

Mit Krankentagegeld gegen Verdienstausfall absichern

Schnell kann es passieren: Ein Herzinfarkt und einer anschließenden 4 bis 6-wöchigen Reha. Neben Selbständigen, Freiberuflern und gut verdienenden Selbstständigen drohen in solchen Fällen empfindliche Gehaltseinbußen. Ohne Versicherungsschutz gibt es für diesen Fall nur ein geringes Krankengeld. Ein Verdienstausfall kann nur durch eine Krankentagegeldversicherung geschlossen werden. Sie leistet für den Fall der Fälle den mit der Gesellschaft vereinbarten Tagessatz. In diesem Zusammenhang muss angefügt werden, dass es immer noch zu Verwechslungen zwischen dem Krankengeld und dem Krankenhaustagegeld kommt. Letztere zahlt für jeden Tag, den der Versicherte im Krankenhaus befindet.

Die Krankentagegeldversicherung ist eine so genannte Verdienstausfall-Versicherung. Mit ihr kann sich der Versicherte vor Einkommensverlusten absichern, wenn er wegen einer Krankheit oder einem Unfall zeitweise arbeitsunfähig ist. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen bei den privaten Anbietern sind nahezu identisch, denn sie orientieren sich an den so genannten Musterbedingungen zum Krankentagegeld. Sehr unterschiedlich können hingegen die einzelnen Tarife sein. Unterschiede bestehen in der Höhe der Absicherung (maximal 100 Prozent der Einkünfte, meist gewählt sind 80-85 Prozent der Einkünfte) und dem Zeitpunkt, ab welchem Tag nach der Arbeitsunfähigkeit gezahlt werden soll.

Krankentagegeld für alle Versicherten sinnvoll

Eine Krankentagegeld-Versicherung eignet sich nicht nur für gesetzlich Versicherte, sondern ebenso für privat versicherte Arbeitnehmer, für Selbständige und Freiberufler sowie für Selbständige und Freiberufler, die sich in der gesetzlich freiwilligen Krankenversicherung befinden. Für alle Arbeitnehmer macht es Sinn, ein Krankentagegeld ab der 7. Woche abzusichern. Selbständige sollten bereits zwischen dem 4. und 8. Tag eine Leistung beantragen. Als Faustregel sollten Versicherte ca. 75 Prozent ihres Bruttoeinkommens ansetzen.

In der Regel endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach 42 Tagen. Im Anschluss daran springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Das Krankengeld beträgt 70 % des regel-mäßigen Arbeitsentgelts (so genanntes regelmäßiges Bruttoentgelt), maximal aber 90 % des regelmäßigen Nettoarbeitsentgelts. Abgezogen vom Krankengeld werden Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung. Die Krankenkasse übernimmt die Beiträge der Krankenversicherung und jeweils die Hälfte der drei genannten Versicherungen. Bei freiwillig Versicherten über der Beitragsbemessungsgrenze wird nur das Arbeitsentgelt bis zur Höhe der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt, das ist 2011 ein Betrag von 123,75 Euro (= Beitragsbemessungsgrenze 44.550,-Euro : 360). Da das Krankengeld 70 % dieses Arbeitsentgelts beträgt, kann es maximal 86,62 € täglich betragen. Krankengeld gibt es wegen derselben Krankheit für eine maximale Leistungsdauer von 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Innerhalb der Krankentagegeldversicherung können noch zusätzlich nachfolgende Zusatzleistungen mitversichert werden:

  • Teil-Arbeitsunfähigkeit
  • Auslandsaufenthalt
  • Heilbad- bzw. Kuraufenthalt
  • Verzicht auf Alkoholklausel

Der letzte Punkt ist deshalb so wichtig, dass auch dann geleistet wird, wenn der Verdienstausfall aufgrund eines hohen Alkoholkonsums zurück zu führen ist.

Rückfallklausel meiden

Die Gesellschaften versichern grundsätzlich maximal das Nettoeinkommen inklusive dem gesetzlichen Krankengeld. Beim Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sollte zudem darauf geachtet werden, dass die AGB keine so genannte Rückfallklausel enthält. Aufgrund der Klausel „Rückfallerkrankung“ wird nämlich automatisch eine erneute Karenzzeit vereinbart mit der Folge, dass die Leistungen für den Fall eines Rückfalles nicht mehr geleistet werden. Gleiches gilt für das ordentliche Kündigungsrecht, auch hierauf sollte der Anbieter nicht verzichten. Über eine Zusatzversicherung haben pflichtversicherte Arbeitnehmer, die sich in einer gesetzlichen Krankenkasse befinden, die Möglichkeit, zusätzlich die Beitragszahlung zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abzusichern.

Privates Krankentagegeld ist steuer- und sozialabgabenfrei

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Beitragspflicht von Krankengeld. Vom Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung sind nämlich Beiträge an die gesetzliche Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zu leisten. Von diesem Gesamtbetrag zahlen die Versicherten die Hälfte. Hinzu kommt, dass neben dem Urlaubs- auch das Weihnachtsgeld bei der Krankentagegeldversicherung unberücksichtigt bleibt. Das private Krankentagegeld hingegen wird ohne zeitliche Begrenzung steuer- und sozialabgabenfrei für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit bezahlt.

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