Sie sind hier: Krankenversicherungs-Rating

Krankenversicherungs-Rating

Fitch Ratings gehört neben Moody´s und Standard & Poor´s zu den größten Ratingagenturen. Die Entstehung von Ratingergebnissen am Beispiel Fitch: Fitch konzentriert sich bei seinen Analysen auf 5 Bereiche:

  • Branchenbeurteilung
    Beurteilung der Wettbewerbssituation
  • Beurteilung der inneren Struktur
  • Beurteilung der Strategie und der Unternehmensleitung
  • Finanzielle Bestandsaufnahme

Bevor es im Ratingausschuss zum eigentlichen Rating kommen kann, bedarf es einer umfangreichen Vorarbeit: Zuerst muss ein Vertrag mit dem Unternehmen, das am Rating teilnimmt abgeschlossen werden. Hierin wird z.B. festgehalten, dass Fitch betriebsinterne Informationen erhalten wird. Fitch arbeitet dann die vom Unternehmen erhaltenen Unterlagen durch und erstellt daraufhin einen Fragenkatalog mit allen noch ungeklärten Punkten. Der nächste Schritt ist ein Gespräch, das Analysten von Fitch mit der Geschäftsleitung des Versicherungsunternehmens führen. Jetzt kommt es zum eigentlichen Rating. Fitch verfasst nun mit allen erhaltenen Daten den Entwurf eines Berichts, den das Versicherungsunternehmen umgehend zur Stellungnahme erhält. Im Anschluss findet sich der Ratingausschuss von Fitch ein und entscheidet über den endgültigen Bericht, der dann auch das endgültige Ratingergebnis enthält. Dieses wird wiederum dem Versicherungsunternehmen übergeben, das, sofern es das wünscht, noch eine Überprüfung des Ratings durch den Ratingausschuss beantragen kann.

Ist einmal ein Rating erstellt, wird das Unternehmen weiterhin beobachtet und Veränderungen werden erfasst. Dies erfolgt über einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Fitch und dem gerateten Unternehmen.

Dennoch gehen die Meinungen zu Rating weit auseinander. Beispiel und Quelle Focus: Die Zeitschrift Focus Money (Ausgabe 11/2010) hat, so Sven Hennig, einen solchen unsinnigen Test veröffentlicht. Hierbei wird ein vermeintlicher Top-Schutz in Aussicht gestellt, auf Leistungslücken und Ausschlüsse aber nicht eingegangen. Der Interessent der sich auf diesen Test verlässt und einen der dort genannten Tarife ohne eingehende Prüfung abschließt, setzt sich teilweise unkalkulierbaren Belastungen aus. Zitat und Quellenabgabe Focus:

“In dem aktuellen Focus Money (Ausgabe 11/2010) geht dieser Unsinn jedoch so weiter. Zunächst einmal ist es sehr löblich, dass man den unwissenden Kunden vor „versteckten Selbstbehalten“ und sonstigen Eigenbeteiligungen schützen will und diese in dem Rating nun in irgendeiner Form nun berücksichtigt.

Die nächsten Absätze des Textes (Seite 75 ff.) klingen jedoch eher wie ein Loblied auf das Analysehaus und das „neue PKV Rating“. So heißt es dort unter anderem: „Erstmals liegt damit ein Krankenversicherungsrating vor, das die Qualität von Krankenvollversicherungen ausschließlich anhand der Bedingungswerke beurteilt und zudem die Auswirkungen der Selbstbehalte auf die Erstattung berücksichtig.“ Weiter erklärt man dem geneigten Leser dann noch, das nur solche Leistungen bewertet werden, auf die der Versicherte einen verbindlichen Anspruch hat.“

Fazit: Es gibt praktisch kein Rating zur privaten Krankenversicherung mit einigermaßen verlässlichen Aussagen zur langfristigen Beitragsstabilität mit bezahlbaren Beiträgen. Ein Grund: Es könnte das PKV Geschäft verderben. Wer eine andere Einstellung zum Thema Rating hat, nachfolgend drei Ratingagenturen, die sich auf Versicherungen spezialisiert haben.

Assekurata

Assekurata ist ein Ratingunternehmen, das sich auf die Bewertung von Versicherungs-unternehmen spezialisiert hat. Es besteht seit Oktober 1996.  
Für Assekurata ist für die Bewertung des Unternehmens die Sicht und Zufriedenheit der Kunden ein wichtiges Element. Bei der Bewertung von Krankenversicherern macht diese Teilqualität 25 % innerhalb der gesamten Bewertung aus. Weitere Teilqualitäten sind. Beitragsstabilität – 35 % Unternehmenssicherheit – 5 %: Diese Teilqualität ist nicht so hoch bewertet, da Unternehmenssicherheit und Beitragsstabilität bei Krankenversicherern eng miteinander verbunden sind. Wachstum / Attraktivität – 10 %: Hier werden z.B. Vertragsstückzahlen, Kundenanzahl, Verlauf von Stornoquoten, Vertriebsstruktur und Qualität des Vertriebs oder das öffentliche Erscheinungsbild des Versicherers betrachtet. Erfolg – 25 %: Hier wird die langfristige Gewinnentwicklung betrachtet.

Assekurata hat 11 Qualitätsurteile definiert:

  • A++           Ein A++ geratetes Versicherungsunternehmen erfüllt die Qualitätsanforderungen                 und die Qualitätserwartungen der Versicherungsnehmer exzellent.
  • A+             …sehr gut
  • A               …gut
  • B+             …voll zufrieden stellend
  • B               …weitgehend gut
  • B-              …noch zufrieden stellend
  • C+                         …schwach
  • C               …sehr schwach
  • C-              …extrem schwach
  • D               …mangelhaft

Fitch Ratings

Das Unternehmen hat seinen Namen von Jahon Knowles Fitch, der 1912 in New York die Firma The Fitch Publishing Company gründete. Neben Moody´s und Standard & Poor´s gehört Fitch Ratings zu den größten Ratingagenturen. Fitch Ratings beurteilt die Finanzstärke eines Unternehmens. Je besser die Bonität, umso besser die Bewertung.

Finanzstärkesiegel

Es gibt zwei unterschiedliche Bewertungen: IFS-Siegel für das klassische Finanzstärke-Rating
Q-IFS für eine quantitative Beurteilung, also einem Q-Rating.
 
Es gibt vor allem 2 wesentliche Unterschiede zwischen Q-Rating und dem traditionellen IFS-Rating. Diese sind: Für ein IFS-Rating erhält Fitch entweder einen Auftrag oder ein dritter äußert Interesse. Erst dann kann Fitch aktiv werden. Ein Q-Rating kann auch ohne Auftrag erfolgen. Für ein IFS-Rating benötigt Fitch firmeninterne Unterlagen. Daher kann es nur aktiv werden, wenn ein Auftrag besteht. Q-Ratings werden mit öffentlich zugänglichen Daten gemacht wie z.B. Bilanzdaten aus Jahresabschlüssen. In ein Q-Rating fließen also keine Analystenmeinungen über zukünftige Entwicklungen mit ein. Ein IFS-Rating beurteilt also auch qualitativ, während ein Q-Rating nur quantitative Beurteilungskriterien heranzieht. Ein weiterer wichtiger Unterschied ist daher, dass ein Q-Rating einen Jetzt- bzw. Vergangenheitszustand beschreibt, während ein IFS-Rating auch einen Blick in die Zukunft wagt.

Bewertungen von AAA bis A
 
AAA steht für "außergewöhnlich stark"; das Unternehmen beweist außergewöhnlich hohe Fähigkeiten, den Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern und Vertragspartnern nachzukommen; Risikofaktoren sind minimal
 
Aa steht für "sehr stark"; das Unternehmen zeigt eine sehr hohe Leistungsfähigkeit; die Risikofaktoren sind ziemlich gering
 
A steht für "stark""; das Unternehmen beweist hohe Leistungsfähigkeit; Risikofaktoren sind mäßig.
 
Bei Q-Ratings ergeben sich dann folgende Bewertungen: AAAq – außergewöhnlich stark

  • Aaq            – sehr stark
  • Aq             – stark
  • BBBq         – gut
  • BBq           – leicht schwach
  • Bq             – schwach
  • CCCq        – sehr schwach

map-report

Spricht man über map-Report, so spricht man über Manfred Poweleit (Manfred Poweleit à map). Er ist der Gründer. Er ist bekannt dafür, die Dinge kritisch zu beurteilen. Dies spiegelt sich auch in der Machart der Ratings von map-Report wider.
 
Manfred Poweleit studierte in Göttingen Volkswirtschaft und Publizistik. Seine berufliche Karriere startete er beim ostwestfälischen "Westfalen-Blatt“. Später arbeitete er für die "Wirtschaftswoche“, wo er im Betriebsrat aktiv wurde. Als nächste Station kam das "manager magazin“, das war 1986 und 1990 gründete er map-Report. Für Manfred Poweleit ist die Umsetzung und Darstellung von Fakten das Ziel. Texte und Geschwafel sind nicht erwünscht, Tabellen und Grafiken schon mehr. Wenn Text, dann mit Tiefgang, Inhalt und Gehalt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist heute den Versicherungsgesellschaften eine gute Bewertung von map-Report wichtig geworden, da dieses Rating inzwischen bei den Verbrauchern recht bekannt geworden ist. Die Site www.map-report.com wird jeden Monat ca. 78.000 mal aufgerufen. Man kann dort alle Ratings auch direkt bestellen. Einsehen kann man nur einige wenige Tabellen.

m-Rating und p-Rating
 
Map-Report macht ein m-Rating mit langfristiger Marktbetrachtung (mindestens 30 Jahre Marktpräsenz) und ein p-Rating mit kurzfristiger Marktbetrachtung (mindestens 5 Jahre Marktpräsenz müssen´s aber auch sein).

  • mmm         hervorragend
  • mm            sehr gut
  • m               gut
  • m –             befriedigend
  • m – –          verbesserungswürdig
  • m – – –        stark verbesserungswürdig
  • nr – – –        non-rated

 
Das Bewertungsraster beim p-Rating ist entsprechend.

Verschiedene Ratings
 
Sieben verschiedene Themenbereiche werden immer wieder von map-Report unter die Lupe genommen. Diese sind:
 
Die LV-Analyse: Map-Report macht alljährlich ein Lebensversicherungsrating. In diese Untersuchung fließen z.B. Beschwerdequoten mit ein, auch die Servicestärke wird geprüft. Zudem werden extra Bilanzanalysen angeboten und ein Graphikheft, das auf momentane Trends eingeht.
 
Die PKV-Analyse: Hier bietet map-Report eine Bilanzanalyse. Es gibt auch ein PKV-Rating, das z.B. unter anderem Bestands- und Neugeschäftsbeiträge seit 1993 enthält.

Kostenloses und unverbindliches Angebot für private Krankenversicherung einholen

Welche private Krankenversicherung für Sie am günstigsten ist, ermitteln Experten gerne für Sie. Einfach das nachfolgende Formular ausfüllen und Sie erhalten umgehend ein kostenloses Angebot der für Sie günstigsten PKV-Tarife. Die Versicherungsvermittlung übernimmt dabei unser Partner, die Finanzen.de AG:


Alle Vergleiche auf pkv-vergleich.net werden von der finanzen.de Maklerservice GmbH, Schlesische Str. 29-30, 10997 Berlin zur Verfügung gestellt.

Kostenloser Vergleich gesetzlicher Krankenkassen

Welche gesetzliche Krankenkasse das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet, zeigt Ihnen unser Krankenkassen-Vergleich, der Ihnen von der Finanzen.de AG zur Verfügung gestellt wird, welche auch die Versicherungsvermittlung übernimmt: