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Mehrkostenregelung

Medikamente gegen Vorkasse

Anfang 2011 wurde das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG)
auf den Weg gebracht. Dieses beinhaltet unter anderem eine sogenannte "Mehrkostenregelung". Durch diese haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, zwischen ihrem gewohnten Medikament sowie einem günstigeren Präparat mit gleichen Wirkstoffen zu wählen.

Die Billig-Präparate (so genannte "Generika"), die sich lediglich äußerlich und in keinster Weise hinsichtlich der Wirkung vom Originalprodukt unterscheiden, unterliegen Rabattverträgen, die zwischen Hersteller und Krankenkasse geschlossen wurden. Entscheidet sich der Patient für das Originalpräparat, muss dieser in Vorkasse gehen.

Wie funktioniert die Abrechnung?

Zunächst muss der Versicherte den vollen Preis im Wege der Vorkasse zahlen. Als nächstes reicht er die Quittung und eine Kopie vom Rezept mit der Angaben der Apotheke bei seiner Kasse ein. Erstattet wird dann nur der Preis des Rabattarzneimittels – nach Abzug der Zuzahlung und der Verwaltungsgebühr.

Welche Vor- und Nachteile hat diese Mehrkostenregelung?

Der Patient hat die Wahl:

Bisher erhielten Patienten in der Regel nicht das Präparat, das auf ihrem Rezept steht, sondern ein wirkstoffgleiches "Rabatt-Medikament", sofern der Arzt keine anderweitige Weisung gegeben hat. Patienten können nun entscheiden, welches Präparat sie möchten. Die ist beispielsweise bei Unverträglichkeit von Vorteil.

Kein medizinischer Zusatznutzen trotz hoher Kosten:

Patienten zahlen mehr Geld für ein Medikament, das hinsichtlich Wirkstoff und Wirkstärke mit dem ursprünglich verordneten Mittel identisch ist.

Höhe der Erstattung durch die Kasse unsicher:

Versicherte, die sich für ein Medikament mit Vorkasse entscheiden, tragen das Risiko, auf einem Großteil der Kosten sitzenzubleiben. Die Höhe des Eigenanteils können Kunden nicht abschätzen, da die Inhalte und Bedingungen der Rabattverträge nicht bekannt gemacht werden. Auch der Apotheker kann dem Kunden keine Preisauskunft geben.

Was ist die Alternative?

Bei Unsicherheit sollte der Patient mit seinem Arzt sprechen. Der Mediziner kann auf dem Rezept festlegen, dass an den Patienten nur ein ganz bestimmtes Präparat herausgegeben werden darf (aut-idem-Kreuz). Der Versicherte muss dann nur die normale Zuzahlung leisten.

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