Sie sind hier: Gesetzliche KrankenkasseKombitarife

Kombitarife in der gesetzlichen Krankenversicherung

Bei der Wahl der gesetzlichen Krankenkasse spielten bis vor wenigen Jahren die Beitragssätze eine entscheidende Rolle. Jene variierten je nach Versicherer deutlich. Inzwischen gilt der bundesweit einheitliche Satz von 15,50 % für alle Krankenkassen (siehe Grafik), weshalb ein Wechsel scheinbar kaum finanzielle Auswirkungen zeigt. Letzteres ist indes nicht ganz richtig. Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) unterscheiden sich weiterhin hinsichtlich des Preis/Leistungsverhältnisses sowie der allgemeinen Leistungsqualität des Tarifs. Entsprechend sollten Versicherungsnehmer bei einem Vergleich den Fokus auf diese Details richten.

Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Quelle: GKV-Spitzenverband

Gesundheitskosten reduzieren

Gesetzliche Krankenkassen sind Dienstleister für ihre Kunden – zumindest sollten sie dies sein. Die diversen GKVs (immerhin 144, Stand: 2012) bieten deshalb äußerst vielfältige und z. T stark differierende Leistungs- bzw. Serviceangebote. Für die Mitglieder bedeutet diese Angebotsvielfalt: Dank Wahltarifen mit Selbstbehalt, Beitragsrückerstattungen sowie etwaigen Bonusprogrammen können die private Gesundheitskosten spürbar reduziert werden.

Wahltarife mit Selbstbehalt

Die meisten Krankenkassen ermöglichen mittlerweile den Abschluss von Wahltarifen mit Selbstbehalt, d. h. die Versicherten verpflichten sich, einen vertraglich definierten Anteil der Kosten für medizinische Leistungen (z. B. Arztbesuche, Medikamente, Klinikaufenthalte) selbstständig zu tragen. Dafür erhalten sie im Gegenzug eine finanzielle Prämie. In der Regel orientiert sich der Selbstbehalt am Einkommen. Zahlreiche Versicherungen lassen aber zu, dass sich der Versicherte einen niedrigeren Selbstbehalt wählt. Selbstverständlich schließen die Wahltarife keinen Arztbesuch generell aus. Wer Vorsorgetermine oder Präventionsmaßnahmen wahrnimmt, muss nicht mit dem Verlust der Prämie rechnen. Benötigt der Kassenpatient jedoch umfangreichere Behandlungen oder Medikamente, trägt er das finanzielle Risiko. Die Prämienersparnis ist überdies gedeckelt: Höchstens 20 Prozent des Jahresbeitrags (und max. 600 Euro) sind drin.

Für Gesunde: Beitragsrückerstattung

Für gesunde Versicherte, die noch mehr sparen wollen, lässt sich der Wahltarif gegebenenfalls mit einer Beitragsrückerstattung koppeln. Kurzum: Wer ein Jahr leistungsfrei bleibt und keine Kosten produziert, erhält als Extra seinen Beitrag anteilig erstattet. Abhängig von der Krankenkasse sind hier mehrere hundert Euro Ersparnis möglich – maximal aber ein Monatsbeitrag pro Jahr. Umgekehrt verliert der Versicherungsnehmer die Beitragsrückerstattung, sofern eine außerplanmäßige medizinische Behandlung notwendig wird. Tarife mit Beitragsrückerstattung sind natürlich auch unabhängig von anderen Vorteilen abschließbar.

Attraktive Bonusprogramme

Eine zusätzliche Option auf Ersparnis sind die von Krankenkassen angebotenen Bonusprogramme zur Gesundheitsprävention – ob Rückenschule, professionelle Zahnreinigung, Mitgliedschaft im Fitnessclub oder Krebsvorsorge. Bei den Bonusprogrammen empfiehlt es sich, direkt bei den Krankenkassen nachzufragen, welche Maßnahmen mit einem Bonus vergütet werden. Üblicherweise muss der Versicherungsnehmer mehrere Leistungen in Anspruch nehmen. Als Belohnung winkt – wie gewohnt – eine Finanzspritze.

Am meisten spart der Versicherte bei den gesetzlichen Krankenkassen, wenn er mehrere Angebote kombiniert, z. B. Bonusprogramm und Selbstbehalt oder Beitragsrückerstattung. Bei welchem Krankenversicherer er schlussendlich den höchsten Betrag spart, lässt sich über einen Vergleich der Anbieter ermitteln.

Kostenloser Vergleich gesetzlicher Krankenkassen

Welche gesetzliche Krankenkasse das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet, zeigt Ihnen unser Krankenkassen-Vergleich, der Ihnen von der Finanzen.de AG zur Verfügung gestellt wird, welche auch die Versicherungsvermittlung übernimmt: