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Beitragssatz

Sowohl der Beitragssatz als auch die Beitragsbemessungsgrenze ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. 1970 lag der Höchstbeitrag in die GKV bei 50,31 € (Beitragssatz 8,20 %!) Die Bemessungsgrenze lag damals bei ca. 615 €. Aktuell beläuft sich die Beitragsbemessungsgrenze auf 5.500 € und der durchschnittliche Beitragssatz liegt incl. Pflegepflichtversicherung bei ca. 17,45 %. Das bedeutet, dass sich die Bemessungsgrenze, bis zu welcher Beiträge berechnet werden, nahezu versechsfacht und sich zusätzlich der Beitragssatz nahezu verdoppelt hat. Wenn sämtliche Zuzahlungserhöhungen und Leistungskürzungen hinzurechnet werden, hat sich die finanzielle Belastung aller GKV-Versicherten in den letzten Jahrzehnten drastisch erhöht.






Zeitraum

Durchschnittlicher Beitragssatz

Verteilung Arbeitnehmer/Arbeitgeber

1970

8,2 %

jeweils zur Hälfte

1975

10,5 %

jeweils zur Hälfte

1980

11,4 %

jeweils zur Hälfte

1985

11,8 %

jeweils zur Hälfte

1990

12,5 %

jeweils zur Hälfte

1995

13,2 %

jeweils zur Hälfte

2000

13,5 %

jeweils zur Hälfte

2001

14,0 %

jeweils zur Hälfte

2003

14,3 %

jeweils zur Hälfte


Am 1. Januar 2009 wurde ein einheitlicher Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt. Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung der Krankenkassenbeiträge in den letzten Jahren.

Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung seit Januar 2009

Jahr

Beitragssatz allgemein/ermäßigt

Arbeitnehmer-Anteil

Arbeitgeber-Anteil

2009,
1. Halbjahr

15,5 % /14,9 %

8,2 %

7,3 %

2009,
2. Halbjahr

14,9 % / 14,3 %

7,9 %

7,0 %

2010

14,9 % / 14,3 %

7,9 %

7,0 %

2011

15,5 % / 14,9 %

8,2 %

7,3 %


Für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt ein entsprechend ermäßigter Beitragssatz. Dieser liegt um 0,6 Prozentpunkte niedriger als der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Kasse. Auf Grund der Beitragsbemessungsgrenze von 3.712,50 Euro monatlich in 2011 liegt der maximale, vom Arbeitnehmer zu tragende Teil des Krankenversicherungsbeitrags derzeit bei 304,43 Euro. Dieser Beitrag enthält allerdings nicht den eventuellen kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

2011

Allgemeiner
Beitragssatz

Ermäßigter
Beitragssatz

Arbeitnehmeranteil

(15,5 – 0,9) : 2 + 0,9 = 8,2 %

(14,9 % – 0,9) : 2 + 0,9 = 7,9 %

Arbeitgeberanteil

(15,5 – 0,9) : 2 = 7,3 %

(14,9 % – 0,9) : 2 = 7 %

Bei einem Bruttogehalt von 2.900 EUR wird der Krankenversicherungsbeitrag wie folgt berechnet:

Arbeitnehmeranteil:

2.900 EUR x 8,2 % =

237,80 EUR

Arbeitgeberanteil:

2.900 EUR x 7,3 % =

211,70 EUR

Familienmitglieder beitragsfrei mitversichert

Neben dem Ehepartner können sich auch eingetragene Lebenspartner bzw. alle minderjährigen Kinder in der gesetzlichen Kasse beitragsfrei in der Familienversicherung mit versichern. Dies gilt bei Kindern, die sich in der Schul- bzw. Berufsausbildung befinden, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Um familienversichert bleiben zu können, darf das Einkommen eine bestimmte Höhe pro Monat nicht überschreiten. Erwerbslose Kinder sind bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres familienversichert. Da Sozialhilfeempfänger keine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse anstreben können, erhalten sie dennoch dieselben Leistungen über ihre Chipkarte.

Keine Familienversicherung für Studenten mit Nebenjob

Studenten haben die Möglichkeit, sich entweder einer studentischen Krankenversicherung anzuschließen oder sich bis zum 25. Lebensjahr unter Wahrung der Einkommensgrenze familienzuversichern. Zwar ist die Familienversicherung generell am kostengünstigsten, dennoch bleibt den meisten Studenten dieser Weg versperrt, weil sie einfach neben dem Studium arbeiten müssen. Wer die Familienversicherung einkommensbedingt verlassen muss, muss der studentischen Krankenversicherung beitreten. Auch hier sind die Beiträge sehr human.

Wer sich als Mitglied in einer effizient wirtschaftenden Krankenkasse befindet, kommt oftmals in den Genuss von Beitragsrückerstattungen. Daher bieten heute die meisten Kassen so genannte Wahltarife, Selbstbehalttarife oder Bonusprogramme an. Krankenkassen mit einem hohen Krankenanteil (bspw. AOK) bleibt nur die Möglichkeit, diese Mehrkosten durch einen Zusatzbeitrag zur monatlichen Krankenkassenprämie wieder auszugleichen. Somit wird sich in den nächsten Jahren nicht nur der Anteil an gesetzlichen Kassen deutlich verringern, es wird auch einen regelrechten Sturm innerhalb des zulässigen Wettbewerbes geben.

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