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Altersrückstellungen

Mit dem Sparanteil des PKV-Beitrags wird eine sog. Alterungsrückstellung aufgebaut um die steigenden Kosten im Alter bereits in der Kalkulation zu berücksichtigen. Der Kunde zahlt also in jungen Jahren einen höheren Beitrag, als nach dem statistischen Risiko zur Deckung der Kosten für seine Altersstufe notwendig wäre. Die Kalkulation mit Alterungsrückstellungen bewirkt somit, dass frühzeitig Mittel für die mit zunehmendem Alter steigenden Krankheitskosten zurückgelegt werden. Im Alter ist der Beitrag dann im Vergleich zu den tatsächlich verursachten Kosten niedriger, da nun die angesammelten Rückstellungen dieses Defizit ausgleichen.

Den Aufbau bzw. die Bildung der Altersrückstellung darf man sich allerdings nicht als individuelles Sparen vorstellen, bei dem später nur das zur Beitragsentlastung angerechnet wird, was man selbst in jungen Jahren angespart hat. Vielmehr sparen die einzelnen Altersgruppen eines Tarifs die Rückstellung gemeinsam an, die ab dem 65. Lebensjahr zur Vermeidung bzw. Begrenzung von Beitragserhöhungen dieser Altersgruppe verwendet wird. Je mehr langjährig versicherte Kunden in einem Tarif sind, desto höher sind daher bei der entsprechenden Altersgruppe (Kollektiv) die angesammelten Mittel für Beitragsentlastungen im Alter.

Altersrückstellungen werden bei Wechsel in der PKV übertragen

Die Bundesregierung hat im Zuge der Gesundheitsreformen auch beschlossen, die Wechsel- und Wahlmöglichkeiten der Privatversicherten zu stärken und die privaten Krankenversicherungen zu verpflichten, die Altersrückstellung eines Versicherten bei dessen Wechsel zu dem neuen Versicherungsunternehmen zu übertragen. Um eine einheitliche Berechnungsgrundlage zu schaffen, macht man diese Rückstellung aber nicht an dem individuellen Tarif des Versicherten fest, sondern an einem Grundtarif (Basistarif), der im Zuge der Gesundheitsreform zum 01.01.2009 neu geschaffen wurde.

Wechselt man innerhalb eines Versicherungsunternehmens in den Basistarif, können die kompletten Rückstellungen des Volltarifs dieses Unternehmens übertragen werden. Wird in eine andere Versicherungsgesellschaft gewechselt, empfiehlt es sich, zunächst innerhalb der Gesellschaft in den Basistarif zu wechseln, wobei die vollen Altersrückstellungen angerechnet werden. Später kann dann in einen Volltarif gewechselt werden. Allerdings können die Rückstellungen im Basistarif bei den verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich hoch ausfallen. Sind die Altersrückstellungen im Basistarif beim neuen Versicherer niedriger als beim alten Vertragspartner, können nur Rückstellungen mitgenommen werden, wie sie dem Basistarif des neuen Anbieters entsprechen.

Da vor allem freiwillig Versicherte den zunehmenden Leistungsverfall mitbekommen haben dürften, spielt gerade für sie der potenzielle Wechsel in die private Krankenversicherung eine wesentliche Rolle. Durch einen individuellen Versicherungsvertrag können die Leistungen auf einem konstant hohen Niveau gehalten und oftmals auch der monatliche Beitrag gesenkt werden.

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